Kantersieg im Spitzenspiel

Kantersieg im Spitzenspiel

11.05.2019 | TL | VfB TM Mühlhausen 09 - HSV Bad Blankenburg | 20:31 (10:18) | Spielbericht OTZ
Zwei Rückkehrer, ein Neuer

Zwei Rückkehrer, ein Neuer

Beim HSV Bad Blankenburg sind die Pläne für die Handball-Saison in der Mitteldeutschen Oberliga schon weit gediehen
Kantersieg im Spitzenspiel
HSV Bad Blankenburg ist endgültig aufgestiegen
Zwei Rückkehrer, ein Neuer
17.01.2016

HSV belohnt sich nicht für starke Leistung

Am gestrigen Sonntag war es endlich soweit. Für den HSV Bad Blankenburg stand das erste Pflichtspiel im Jahr 2016 auf dem Programm. Die SG LVB Leipzig lud gleichzeitig zum ersten Ost Derby in diesem Jahr.

Keine leichte Aufgabe für die Mannen des HSV Bad Blankenburg. Zumal die Straßenbahner aus Leipzig als Favorit, vom fünften Tabellenplatz der 3. Bundesliga Staffel Ost grüßten. Erschwerend kam die Tatsache hinzu, dass man gegen die Nordsachsen in der Fremde noch nie gewinnen konnte.

Das hinderte aber, die dritte Macht des Thüringer Handballs nicht daran, gut vorbereitet gegen die Leipziger anzutreten. Um 16:00 Uhr war es dann schließlich soweit, das Handball Jahr 2016 begann für den HSV Bad Blankenburg.

Zunächst einmal tasteten sich beide Mannschaften respektvoll ab. Fünf Minuten dauerte es bis das erste Tor fiel. Jonas Hönicke hieß der Schütze auf Seiten der SG LVBV Leipzig. Der Torreigen war eröffnet und früh wurde klar das mit dem HSV heute nicht gut Kirschen essen sein wird. ´

Das Spiel nahm an Tempo zu. Die Kurstädter hatten sich viel vorgenommen, was sie auch eindrucksvoll auf die Platte brachten. Der 1:1 Ausgleich von Kapitän Juraj Niznan ließ zwar einen Moment auf sich warten, aber ab hier war bereits zu erkennen, dass der HSV an diesem Tag nicht unbedingt vom Glück geküsst war.

Die Thüringer hatten allerdings keinen Falls vor vom Glück abhängig zu sein. Ein sehr aufmerksamer Abwehrblock und ein, über die gesamte Spieldauer überragend haltender Felix Herholc, bügelten die Pfosten- bzw. Lattenkracher des HSV weitestgehend aus.

Sieht man von einer kleinen Schwächephase rund um die 23. Minute ab, als die Leipziger mit einem 3:0 Lauf kurz etwas entfliehen konnten, beherrschten die Lavendelstädter die Sachsen in Hälfte eins. Ein Beweis dafür war zu sehen, als der HSV nur zwei Minuten später, ebenfalls zu einem 3:0 Lauf ansetzte. Frank Grohmann, Marcel Werner und Paul Weyhrauch stellten sehr schnell den 12:12 Ausgleich wieder her.

Einziges Manko im Spiel des HSV Bad Blankenburg in Hälfte eins war, die vielen vergebenen Chancen selbst in Führung zu gehen. Allein die bessere Trefferquote lies die Straßenbahner mit einem kleinen Vorsprung mit 14:12 in die Pause gehen.

Nach der Pause agierten die Bad Blankenburger hell wach. Schnell konnte Frank Grohmann auf 14:13 verkürzen. Obwohl die Sachsen das Tempo hochhielten, liesen sich die Kurstädter nicht abschütteln. Ein Garant dafür waren auch in der zweiten Spielhälfte die Torhüter des HSV. Nicht nur das Felix Herholc weiterhin überragend parierte, auch Tobias Jahn war mit starken Leistungen sofort zur Stelle. Er war es, welcher zwei 7-Meter Versuche der Leipziger entschärfte.

Mitte der zweiten Halbzeit glichen die Thüringer zum wiederholten Male aus. Frank Grohmann erzielte den Treffer in der 45. Minute zum 20:20. Einem im Aufbau sehr variablen HSV Bad Blankenburg gelang es bis zum Schluss, Druck und Tempo aufrecht zu erhalten. Auch in dieser Phase bestimmte die Kurstädter das Spiel.

Trotzdem verpassten es die Blankenburger, ihre guten Möglichkeiten zu nutzen und deutlich höher in Führung zu gehen. Die daraus resultierenden Gegenstöße für die SG LVB Leipzig brauchten den kleinen Vorsprung auf. In der 58. Minuten hatten die Bachstädter den erneuten Anschluss geschafft.

Der HSV ließ sich allerdings den Schneid nicht abkaufen. Mit ganz viel Einsatz und Wille, erkämpften sie sich bis 90 Sekunden vor Ende der Partie, immer wieder die Führung von einem Treffer zurück. Umso ärgerlicher, das eine ungestüme Aktion am Ende, der SG LVB Leipzig einen 7-Meter Versuch ermöglichte. Dieser wurde durch Sascha Meiner sicher zum 27:27 Endstand verwandelt.

Am Ende ergattern die Sachsen aus Leipzig glücklich einen Punkt. Die Bad Blankenburger hingegen fehlte an diesem Tag etwas die Abgezocktheit und können sich daher für das starke Spiel nicht belohnen.

SG LVB Leipzig: Jan Guretzky, Patrick Ziebert, Georg Eulitz (2), Sascha Meiner (3; 3/4), David Heinig (3), Clemens Uhlig (4), Steve Baumgärtel (5), Jonas Hönicke (2;0/1), Sebastian Naumann (1), Max Berthold (3), Jan Höhne, Alexander Schiffner, Philipp Jungemann (4), Hannes Zerrenner, Vincent Neudeck

HSV Bad Blankenburg: Tobias Jahn, Felix Herholc, Frank Grohmann (6), Juraj Niznan (1), Paul Weyhrauch (9;3/3), Robert Römermann (4), Martin Müller, Dusan Maric (1), Felix Kempe, Philipp Große, Max-Florian Köthe, Radoslav Miler (1), Marcel Werner (5), Juraj Geci