Kantersieg im Spitzenspiel

Kantersieg im Spitzenspiel

11.05.2019 | TL | VfB TM Mühlhausen 09 - HSV Bad Blankenburg | 20:31 (10:18) | Spielbericht OTZ
Zwei Rückkehrer, ein Neuer

Zwei Rückkehrer, ein Neuer

Beim HSV Bad Blankenburg sind die Pläne für die Handball-Saison in der Mitteldeutschen Oberliga schon weit gediehen
Kantersieg im Spitzenspiel
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24.01.2016

Eine Halbzeit lang Not gegen Elend

Am vergangenen Sonntag empfing der HSV Bad Blankenburg den GSV Eintracht Baunatal. Das Spiel zwischen den beiden Tabellennachbarn versprach spannend zu werden. Was sich dann aber in der ersten Halbzeit abspielte, hatte so wahrscheinlich keiner der zahlreichen Schlachtenbummler erwartet.

Es begann wie ein ganz normales Handballspiel. In der zweiten Spielminute fiel der erste Treffer. Der Baunataler Christian Schade brachte sein Team durch einen verwandelten 7-Meter in Führung. Diese Führung wurde ca. eine Minute später von Dusan Maric egalisiert.

Bereits jetzt sah man die gute Arbeit der HSV Abwehr. Diese stand sicher und zwang die GSV Akteure stets zu Fehlern. Erst in der fünften Spielminute gelang den Baunatalern der zweite Treffer. Unverständlich deshalb die Verunsicherung im HSV Angriff.

Nach sage und schreibe neun Minuten erzielte Juraj Niznan den zweiten Treffer auf Seiten des HSV. Gruselig dabei der Fakt, der Treffer verkürzte auf 2:3. Dabei zeigte sich, das der GSV Eintracht Baunatal in dieser Halbzeit wohl der Einäugige unter den Blinden war.

Die Hessen, welche immer noch ordentlich am Thüringer Abwehrblock zu knabbern hatten, kamen langsam ins Spiel. Auf der anderen Seite wurden die Angriffe der Blankenburger immer grusliger. Dusan Maric wurde viermal hinter einander viel zu hoch angespielt, vier gute Konterchancen waren vertan und der fleißige Ungar konnte einem nur noch leidtun.

Symbolisch für diese Halbzeit war auch der erste 7-Meter Versuch des HSV. Dieser sollte den wichtigen 5:8 Anschlusstreffer in der 22. Minute erzwingen. Der sonst so treffsichere Felix Kempe trat an, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Danach gelangen dem HSV Bad Blankenburg noch magere zwei Treffer bis zum Pausensignal. Mit 6:12 ging es also in die Pause.

Die anwesenden Fans waren aller Hoffnung beraubt und erwarteten, mit einer gehörigen Portion Galgenhumor, ein weiteres Debakel in Halbzeit zwei.

Das Debakel blieb aus. Der Hesse Felix Geßner setzte mit seinem Dreierpack, gleich zu Beginn der zweiten Hälfte, dem HSV Bad Blankenburg den Todesstoß. Trotzdem rappelten sich die Thüringer auf. Wenn schon verlieren dann wenigstens mit Würde, lautete die Devise.

Das Team um Rüdiger Bones begann Charakter zu zeigen. Dabei gingen nicht nur die Führungsspieler Juraj Niznan und Frank Grohmann mit guten Beispiel voran. Auch Marcel Werner und Philipp Große nahmen den Kampf an. Gemeinsam mit Juraj Geci und Robert Römermann gelang es den Vier, in einem längst verloren gegangenen Spiel, noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. Am Ende trennen sich beide Mannschaften mit 23:26.

Die Baunataler freuten sich riesig über die beiden wichtigen Punkte, welche Luft zu den Abstiegsplätzen verschafften. Genau so groß muss die Freude über die zahlreichen Gastgeschenke in der ersten Halbzeit gewesen sein. Aber in Bad Blankenburg möchte man so eine Halbzeit nie wiedersehen.

HSV Bad Blankenburg: Tobias Jahn, Felix Herholc, Frank Grohmann (5; 4/4), Juraj Niznan (5), Robert Römermann (2), Martin Müller, Dusan Maric (1), Felix Kempe (0/1), Philipp Große (3), Max-Florian Köthe, Radoslav Miler, Juraj Geci (1), Marcel Werner (6)

GSV Eintracht Baunatal: Daniel Horn, Constantin Parr, Alexander Glocke, Finn Wunderlich (4), Paul Gbur (1), Finn Hujer (2), Christian Schade (5), Daniel Botte (2), Maximilian Schütz, Jannik Käse, Niklas Plümacher (3), Felix Geßner (8), Frederik Drönner (1)